Genugtuung (23.12.2025)
Am Schluss der Broschüre Jahresrückblick 2024 kommt ein Skandal, der noch nicht vorüber ist. Man sieht 6 Kleinkinder im fertiggestellten Interimkindergarten. Die Eltern ahnen nicht, was sich im Rahmen der Erstellung abgespielt hat. Wir danken einigen Anrainern, dass sie uns immer wieder auf dem Laufendem gehalten haben. Dadurch haben wir eine Fotodokumentation von 42 Bildern erstellen können. Während die Asbestdächer einigermaßen sachkundig abgetragen wurden, kam es anschließend zu einer Gebäudezertrümmerung mit einer Verstreuung von Altlasten über das ganze Gelände. Die Schuttberge lagen wochenlang ungeschützt herum. Der Regen wusch die offensichtlich kontaminierten Stäube in den Untergrund.Der Bürgermeister versuchte vergeblich zu verhindern, dass die Öffentlichkeit etwas erfuhr. Wir baten mehrfach vergebens um Bodenproben. Irgendwann wurde der kontaminierte Boden zentral heimlich in den frühen Morgenstunden flüchtig, aber nicht komplett auch gegen fremden Boden und Kies ausgetauscht, selbst das Landratsamt wusste nichts davon- Später wurde das im Außengelände unvollständig heimlich nachgeholt.
Das Wort "Asbest" kommt übrigens in der Broschüre Jahresrückblick 2024 nicht ein einziges mal vor.
Offiziell wurden die Kosten nie erwähnt. Inzwischen wissen wir, dass die Kosten zwei Jahre nach Erstellung insgesamt ca. 1,2 Millionen Euro überschreiten werden, wobei alleine die Warmmiete in 2 Jahren 600.000 Euro kostet. (monatlich unglaubliche 2.5000 Euro). Sollte der Kindergarten nach 2 Jahren aufgelöst werden, sind bereits 1,2 Millionen Euro verbrannt. Die Angaben der Gemeinde sind übrigens fast immer Nettoangaben. Geplant waren aber 5 Jahre, das entspräche Kosten von mehr als 3 Millionen Euro ohne die Gehälter der Angestellten. Hinzu kommt, dass die Kleinkinder täglich ungeschützt, rücksichtslos dem Feinstaub und Ruß von im Sommer 60 und im Winterhalbjahr 44 Bussen ausgesetzt sind, die direkt vor den hässlichen Containern halten. Neuerdings weiß man, dass es durch Feinstaub zu Hirnschäden und sonstige Organschäden kommen kann. Das Minimum wäre gewesen, die Bushaltestellen zu verlegen. Wir haben über ein Dutzend Mal darauf hingewiesen und die juristischen Folgen betont.
Jetzt endlich kommt Bewegung in die Angelegenheit. Wir sind überzeugt, dass diese plötzliche "Notentscheidung" eine Folge unserer er ständigen Sensibilisierung der Bevölkerung und einem Teil der Gremien war.
Hintergrund des neuen Plans.
Die Gemeinde muss dringend die Dreifelderhalle sanieren und hofft auf eine großzügige Landesförderung, wenn zusätzlich ein Kindergarten integriert würde. Bleibt die Förderung aus, bleibt alles beim alten.
Die Betroffenen wie zb. der Tennisclub erfuhren von den Plänen erst sehr spät.
Genauso war es damals auch beim Interimkindergarten.